Nullacht hofft auf neue Zweifachhalle in 2012

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Gähnende Leere hinter einem Bauzaun, freier Blick auf Sportplätze: Wo einst die Sporthalle des SC Münster 08 stand, gibt es nur ein großes Nichts an der Manfred-von-Richthofen-Straße. Seit dem Einsturz der Halle am 24. Dezember 2010 fehlen dem Klub und den benachbarten Schulen insgesamt 144 Sportstunden pro Woche.

Der von der Verwaltung empfohlene Neubau einer Zweifachhalle soll in 2012 für 3,5 Millionen Euro angepackt werden. Wenn der Posten in den Haushaltsberatungen nicht gekippt wird.

Der Bedarf an einer Folgespielstätte ist von den Fachleuten aus dem Sportamt hinlänglich belegt worden in Zusammenarbeit mit den Nutzern des 1958 errichteten Gebäudes, das bekanntlich aufgrund von Mängeln in der Dachkonstruktion im Dezember nicht mehr in der Lage war, die Schneemassen zu tragen.

Massive Einschränkungen

In der Winterzeit hat 08 das Training auch von Fußballjuniorenteams in der Halle durchgezogen, die Handballer, Volleyballer, Badmintonspieler und Leichathleten sowie Turner nutzten. Noch immer leiden die Abteilungen, denn sie üben ihren Sport verteilt über die halbe Stadt aus. Handballerinnen zum Beispiel müssen bis nach Roxel.

„Wir hoffen inständig, nur diesen einen Winter noch überbrücken zu müssen“, sagte uns der 08-Vorsitzende Georg Nüsse (Foto r.).

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„Die Einschränkungen sind massiv, es bedarf erheblicher Anstrengungen, den Betrieb der Abteilungen aufrecht zu erhalten.“ Die Betriebssportler der Stadtverwaltung sind auch betroffen, ebenso Sparta Münster und der Unihockey-Club. Alleine den Schulen des Viertels fehlen 110 Wochenstunden, die bis Dezember in der alten 08-Halle durchgeführt wurden.

Dreifachhalle würde zu teuer

Verworfen wurde die Idee, eine Dreifachhalle an der Stelle zu errichten – eine nach dem Vorbild Roxel, die habe ja im Verhältnis gesehen kaum mehr gekostet als die nun im Osten geplante Zweifachhalle. Etliche Unwägbarkeiten aber durchkreuzten schon den Plan einer größeren Halle. Die hätte 680 qm mehr an Fläche benötigt, wäre damit an Baugrenzen gestoßen und hätte ein Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt.

Zumal die alte 08-Halle – eine geringfügige Schadstoffbelastung sei in der aktuell „abgedeckten Form“ unbedenklich - auf Kriegstrümmer-Bauschutt stand, wäre bei umfangreicherem Bodenaushub mit erheblichen Kosten für Sondermüll-Entsorgung zu rechnen. „Für eine Dreifachhalle hätten wir zwischen 4,3 und 4,5 Mio. veranschlagen müssen“, sagte uns Michael Willnath, Verwaltungsleiter des Sportamtes.

Sein Fachbereich wird zum 30. November ein Papier („Errichtungs- und Raumprogrammbeschluss“) für die Zweifachhalle erstellen und vorlegen. Passiert das Vorhaben Mitte Dezember den Rat, könne man 2012 mit Ausschreibung und Planung starten. Georg Nüsse vertraut seinen Gesprächspartnern: „Die Kooperation mit allen Seiten verläuft super. Wir fühlen uns und unser Anliegen gut vertreten.“

Thomas Austermann /Echo Münster


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